Auf Nachfrage bestätigen auch Gesundheitsämter und Wasserversorger die Probleme: Allein von den Hausanschlussleitungen – sie führen von den unter der Straße verlegten Hauptwasserleitungen aus ins Haus – sind in Deutschland noch Zehntausende aus Blei: in Hamburg 28 000, in Leipzig 7 000, in Erfurt 5 750.... Bis zum Jahr 2013 wollen alle Kommunen ihr öffentliches Netz saniert haben. Erschreckend ist oft der Kenntnisstand über die Bleiinstallationen in den Altbauten. Die meisten der von der Stiftung befragten Gesundheitsämter und Wasserversorger mussten hier passen. Beispiel Magdeburg: In welcher Größenordnung noch Bleileitungen vorhanden sind, „wissen wir nicht“, so die Antwort des Gesundheitsamts. Auch der Verweis an die dortigen Wasserwerke ergab nur die Auskunft, dass dazu „keine Angaben“ vorliegen. Anderswo gibt es zumindest Schätzungen: Das Schweriner Gesundheitsamt hält etwa 10 Prozent der Hausinstallationen für bleihaltig, die Wasserwerke in Gera 6 Prozent. In Kiel gehen die Verantwortlichen von 5 bis 10 Prozent aller vor 1950 errichteten Gebäude aus.